E U R O P A F O R U M

SPD Schleswig-Holstein

6. März 2014

Europawahl/Soziale Demokratie
Historischer Moment der europäischen Demokratie?

All­mäh­lich wird mir erst rich­tig bewusst, an wel­chem his­to­ri­schen Ereig­nis für die euro­päi­sche Demo­kra­tie ich in Rom Anteil hat­te: Wir haben das ers­te Mal als Sozialdemokrat*innen einen euro­päi­schen Spit­zen­kan­di­da­ten für die Wah­len zum Euro­pa­par­la­ment gewählt!

Martin Schulz

Dass es mit Mar­tin Schulz ein deut­scher Poli­ti­ker ist, ist für mich mehr als neben­säch­lich. Dies erwäh­ne ich, da ande­re (Spitzen-)Genoss*innen dies mei­nes Erach­tens über­flüs­si­ger­wei­se beto­nen. Ich bin sehr froh dar­über, dass ich an dem PES-Con­gress als Dele­gier­ter teil­neh­men konn­te. Es war sehr beein­dru­ckend, dass gut 900 Genoss*innen aus 28 sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en vor Ort waren; die Reden habe ich mir zum Teil ohne Über­set­zung ange­hört — und allein die sprach­li­che Viel­falt, die ich so erleb­te, zog mich in ihren Bann.

Über das PES-Mani­fest haben wir lei­der nicht inten­siv als Dele­gier­te bera­ten kön­nen (gera­de 15 Minu­ten waren dafür vor­ge­se­hen!), aber ich wer­de dar­an (mit-)arbeiten, dass wir einen euro­pa­wei­ten Aus­tausch und Dis­kus­si­ons­pro­zess orga­ni­sie­ren, um ein euro­päi­sches PES-Pro­gramm als Mit­glie­der mit zu ent­wi­ckeln. Ich ver­bin­de damit im übri­gen die Hoff­nung, dass wir das Inter­es­se an Euro­pa in unse­ren jewei­li­gen Par­tei­en erhö­hen. Wie das kon­kret und zu Ende gedacht funk­tio­nie­ren soll, kann ich noch nicht final beschrei­ben. Aber aus den Erfah­run­gen der Dis­kus­si­ons­pro­zes­se zum Mani­fest von 2009 und 2014 weiß ich, dass ich es anders haben will. Ein ers­ter Schritt ist für mich jeden­falls, die euro­päi­sche Debat­te in der PES in regio­na­len Struk­tu­ren zu füh­ren. Dazu grün­de­te ich die “Bal­tic Plat­form for Pro­gres­si­ve Thought” im ver­gan­ge­nen Dezem­ber in War­schau mit.

Rom-SchalteUnd mit einer klei­nen Live-Schal­tung in die Lan­des­kon­fe­renz der Jusos SH haben wir eben­falls Par­tei-Geschich­te gemacht ;-). Ich habe live aus Rom ein Gruß­wort gehal­ten und ver­sucht, die Kon­gress-Stim­mung in die Kon­fe­renz hin­ein­zu­tra­gen und deut­lich machen wol­len, dass wir eine euro­pa­wei­te Bewe­gung sind.

 

Cross­post von enrico-kreft.eu

Enrico Kreft

sozi­al, demo­kra­tisch, euro­pä­isch, nor­disch | europabeweg(t)er, künst­ler, frie­dens­no­bel­preis­trä­ger, gastro­soph

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Ein Kommentar

  1. myself sagt:

    Der his­to­ri­sche Moment begann mit dem Bei­tritt einer Insel und den 15 zuge­hö­ri­gen Län­dern zur EU. Die­ser Moment endet nun­ein­mal. Dies wur­de bereits gewußt, dies geht nicht an der Poli­tik vor­bei.
    Der Moment wur­de ange­strengt durch den Zer­fall der Blö­cke.
    Dies wur­de auch gewußt, wenn auch nicht so genau geäu­ßert oder beschrie­ben.
    Die Fra­ge , wie Euro­pa sich ver­hält , ent­schei­det es selbst nicht. Dies ist zu kri­ti­sie­ren.
    Zu ändern weni­ger.
    Man muß­te in Rom gewe­sen sein ?
    Eng­land war in Rom im letz­ten vor­letz­ten Jahr­hun­dert, es ließ nicht viel übrig davon.
    Also ehr­lich, dann und wann ist man auch schon ein­mal über euro­pa hin­aus­ge­kom­men, gel­le.

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