E U R O P A F O R U M

SPD Schleswig-Holstein

Ratspräsidentschaft/Zypern

Für ein besseres Europa

Mit Effi­zi­enz und Wachs­tum will Zypern ein bes­se­res Euro­pa errei­chen. So kün­digt es die Rats­prä­si­dent­schaft an. Aber die „Insel der Aphro­di­te“ könn­te auch zum Sym­bol eines euro­päi­schen Soli­da­ri­täts­ver­ständ­nis­ses wer­den. mehr…

Dänemark/Sonstiges

Der freie Markt in der Praxis

Däne­mark 1km © by MPD01605

Ein wesent­li­cher Kern der Euro­päi­schen Uni­on sind die vier Grund­frei­hei­ten, die umge­setzt wer­den sol­len: der freie Per­so­nen­ver­kehr, der freie Waren­ver­kehr, die Dienst­leis­tungs­frei­heit sowie der freie Kapi­tal- und Zah­lungs­ver­kehr. In der Pra­xis erweist sich das aller­dings als schwie­rig, wie ich kürz­lich erfuhr.

Am 06. Juni lud die Euro­pa-Uni­on nach Kiel zu einer Ver­an­stal­tung ein unter der Über­schrift „Gren­zen­los leben und arbei­ten in Schles­wig-Hol­stein?”, um über die Bedin­gun­gen im grenz­über­schrei­ten­den Arbeits­markt zwi­schen Deutsch­land und Däne­mark zu berich­ten. Kon­kret ging es vor allem um die Arbeit in der Regi­on Søn­der­jyl­land-Schles­wig und dort um die klei­nen Pro­ble­me, die dort auf­tre­ten. Als Lübe­cker sind die geschil­der­ten Pro­ble­me zwar räum­lich weit ent­fernt, aber den­noch inter­es­sant zu hören: Wenn etwa deut­sche Unter­neh­men ihre Vor­ha­ben im däni­schen Gebiet zwei Wochen vor­her anzu­mel­den haben oder Arbeits­ge­rüs­te als Teil der Arbeits­si­cher­heit unter natio­na­le Regeln fal­len und somit von däni­schen Fir­men bereit­ge­stellt wer­den müs­sen, was dann natür­lich die Arbeit vor Ort etwas erschwert. Auch für Arbeit­neh­mer gibt es klei­ne­re Hür­den, wenn etwa in Däne­mark der Weg zur Arbeit nicht ver­si­chert ist. Das ursprüng­li­che Anlie­gen der Euro­päi­schen Mit­glied­staa­ten, näm­lich die Schaf­fung eines grenz­über­schrei­ten­den Mark­tes, in dem jeder sei­ne Arbeits­kraft, Waren und Dienst­leis­tun­gen anbie­ten kann, scheint in der Pra­xis noch ein gutes Stück ent­fernt zu sein.

Falls ihr in sol­chen grenz­na­hen Regio­nen lebt: Wie sind eure Erfah­run­gen? Wie funk­tio­niert der freie Markt bei euch vor Ort?